„Gibt es Veränderungen in der Qualität bzw. Komplikationshäufigkeit in der Knieendoprothetik durch die Etablierung eines Endoprothesenzetrums (EPZ)? “

Language
de
Document Type
Doctoral Thesis
Issue Date
2021-10-04
Issue Year
2018
Authors
Düzgünoglu, Muzaffer
Editor
Abstract

ABSTRACT Background The aim of the study is to show whether there are any changes in quality or incidence of complications in total knee arthroplasty(TKA) after establishing a centre for endoprothesis (EPZ). Material and Methods We conducted a retrospective study comparing 100TKAs one year before establishing an EPZ (Group I) with 100 TKAs one year after establishing an EPZ (group II). Data were collected by analysing our electronic documentation system, and the report of the rehabilitation hospital. The following parameters were documented which are necessary to establish an EPZ: existence of X-rays before and after operation. Existence of full length weight bearing X-ray before operation or using a navigation device. Existence of preoperative planning, duration of TKA below 100 minutes. The following complications were documented: Peripros- thetic infections, occurrence of periprosthetic fissures/frac- satisfaction rate with the hospital stay and mortality rate. Ad- ditionally femorotibial angle, femoral angle, tibial angle and tibial slope were measured. Statistical analysis was performed with SPSS 22.0. using the Kolmogorov-Smirnov test, the Qui- Square test and the Mann-Whitney U test. Results There were no statistical differences in local or systemic complications. The mean duration of operation was 82.9 min in group I (min.: 55, max.: 141) und 81.5 min in group II (min.: 57, max.: 129; p > 0.05). In group I, there were 20/100 cases (20 %) with operation time longer than 100 min- utes, in group II 13/100 cases (13 %; p < 0.001). Analysis of anatomical femorotibial angle, femur angle, tibial angle and tibial slope showed no significant differences. The rate of documented survey of patients stasfaction rate improved from 62% in group I to 98 % in group II (p < 0.001). Conclusion By establishing an EPZ, we achieved a significant improvement in the parameters operation time > 100 min- utes and documented survey of patients´ satisfaction rate,but not in complication rate.

Abstract

In der aktuellen Arbeit konnte nur bei wenigen Parametern eine Verbesserung durch die Etablierung eines EPZ erreicht werden, wobei die Arbeit einige Limitierungen aufweist und die Ergebnisse nicht problemlos auf andere Kliniken übertragen werden können. Die Effekte der geforderten formellen Umsetzung von QM-Maßnahmen im EPZ-System war bei der eigenen Analyse möglicherweise deswegen nicht so deutlich, da durch das vorher bestehende QM System mehrere Elemente der Qualitätssicherung(Indikationsbesprechungen,Komplikationsbesprechung en etc.) schon bestanden haben. Zudem handelt es sich um eine kleine Abteilung mit konstanten und erfahrenen Hauptoperateuren. Eine weitere Schwachstelle der Arbeit stellt die retrospektive Datenauswertung dar. Aus diesen Gründen Ist die Übertragbarkeit und die Aussagekraft der Daten insgesamt deutlich limitiert, es lässt sich jedoch eine Tendenz ableiten und sollte Anlass geben, das derzeitige System des EPZ zu überdenken und dynamisch weiterzuentwickeln. Zusammenfassend kann man sagen, dass in unserem EPZ durch die Einführung des Systems keine Verbesserung der Komplikationshäufigkeit erzielt werden konnte, durch eine höhere Konzentration der jungen Operateure sich die OP-Zeit durchschnittlich zwar nicht verbesserte, jedoch die Anzahl der OPs mit zu langer Dauer gemäß den Qualitätsindikatoren deutlich reduziert werden konnte. Inwieweit dies mitel-bis langfristig den Patienten zugutekommt, müssen weitere Studien zeigen. Kritisch ist anzuführen, dass die optimierte OP-Zeit und eine Verbesserung der Quote an Patientenbefragung bez. der Zufriedenheit mit dem stationären Aufenthalt durch einen ganz erheblichen personellen und finanziellen Aufwand erzielt wurde.

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