Beeinträchtigung des Gesichtsfeldes durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während der Covid-19-Pandemie

dc.contributorBergua, Antonio
dc.contributorHohberger, Bettina
dc.contributor.advisorBergua, Antonio
dc.contributor.authorBach, Annika
dc.date.accessioned2024-02-09T06:40:40Z
dc.date.available2024-02-09T06:40:40Z
dc.date.issued2024
dc.description.abstractHintergrund und Ziele Um die Übertragung des Schweren-akuten-Atemwegssyndrom-Coronavirus Typ 2 (SARS-CoV-2) zu verhindern, war es zwischen 2020 und 2023 zeitweise gesetzlich vorgeschrieben, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das Tragen einer Schutzmaske hat jedoch neben dem genannten positiven Effekt, auch negative Effekte auf das Krankenhauspersonal und die Allgemeinbevölkerung gezeigt. So ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 oder einem anderen Pathogen bei einem falschen Gebrauch der Schutzmaske höher, als wenn diese nicht getragen werden würde. Des Weiteren wurde eine Zunahme an Hautkrankheiten, wie Akne und Kontaktdermatitis, einhergehend mit einer Einschränkung der Lebensqualität beobachtet. Ebenso gibt es eine erhöhte Inzidenz von Patienten mit trockenen und gereizten Augen, wofür sich eine eigene Bezeichnung, „Mask-Associated Dry Eye (MADE)“, etabliert hat. In Fallberichten wurde beschrieben, dass es durch das Tragen von Masken bei einer klinisch durchgeführten Perimetrie zu einer Beeinträchtigung des Gesichtsfeldes und dadurch zu einer verminderten Reliabilität der perimetrischen Messungen gekommen ist. Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Einschränkungen des Gesichtsfeldes von gesunden Probanden durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu quantifizieren und Unterschiede zwischen verschiedenen Trageweisen aufzudecken. Methoden Für diese Studie wurden 30 gesunde Probanden rekrutiert, von welchen jeweils ein Auge untersucht wurde. Es wurde eine perimetrische Messung des Gesichtsfeldes durchgeführt und die Sensitivität in 14 definierten Punkten des inferioren Gesichtsfeldes analysiert (P1-P14). Die Probanden trugen dabei eine medizinische Maske in drei aufeinanderfolgenden Messungen in drei verschiedenen Positionen: Position (I): 1,5 cm unter dem Augenlid, der Nasenclip wurde nicht verwendet (Position1.5_cm_no_clip) Position (II): 1,5 cm unter dem Augenlid, der Nasenclip wurde korrekt verwendet (Position1.5_cm_with_clip) Position (III): 0,5 cm unter dem Augenlid, der Nasenclip wurde korrekt verwendet (Position0.5_cm_with_clip) Die erhobenen Messdaten aus den drei verschiedenen Positionen wurden mit einer Referenzmessung verglichen, bei welcher der jeweilige Proband keine Maske getragen hat. Daraus wurde das Delta Δ gebildet. Für die 14 definierten Punkte (P1-P14) wurde das durchschnittliche Delta Δ der 30 Probanden berechnet. Ergebnisse und Beobachtungen Die Gesamtsensitivität der Messungen mit Maske waren gegenüber der Referenzperimetrie ohne Maske verringert. Die Perimetrie in Position1.5_cm_no_clip zeigte eine signifikante Änderung der Sensitivität in 10 gemessenen Punkten gegenüber der Referenzmessung. Die Perimetrie in Position1.5_cm_with_clip und Position0.5cm_with_clip mit korrekter Verwendung des Nasenclips, zeigten eine signifikante Änderung der Sensitivität in Punkt 7 gegenüber der Referenzmessung. Vergleicht man Position1.5_cm_with_clip und Position0.5_cm_with_clip miteinander, ist eine signifikante Änderung der Sensitivität in Punkt 5 sichtbar. Punkt 5 und Punkt 7 sind Teil des inferioren-nasalen Gesichtsfelds. Schlussfolgerung Beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung war das inferiore-nasale Gesichtsfeld der Probanden signifikant beeinträchtigt. Diese Beeinträchtigung war vor allem dann sichtbar, wenn der Nasenclip nicht richtig verwendet wurde oder die Maske höher bzw. näher an den Augen saß. In der Zusammenschau mit den anderen negativen Folgen des Tragens einer Schutzmaske, sollte auf die Auswahl des Maskentyps, den richtigen Sitz und die richtige Fixierung dieser geachtet werden. Außerdem sollte die Maske regelmäßig gewechselt und die richtige Handhabung beim An- und Ausziehen angewandt werden.de
dc.identifier.citationWeber A, Hohberger B, Bergua A (2021) Mouth-nose masks impair the visual field of healthy eyes. PLOS ONE 16(5): e0251201. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0251201
dc.identifier.urihttps://open.fau.de/handle/openfau/30519
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.25593/open-fau-382
dc.language.isode
dc.provenanceFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Medizinische Fakultät
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/
dc.titleBeeinträchtigung des Gesichtsfeldes durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während der Covid-19-Pandemiede
dc.typedoctoralthesis
local.date.accepted2024-02-06
local.sendToDnbfree*
Files
Original bundle
Now showing 1 - 1 of 1
Loading...
Thumbnail Image
Name:
Dissertation_Bach.pdf
Size:
386.94 KB
Format:
Adobe Portable Document Format
Description:
License bundle
Now showing 1 - 1 of 1
Loading...
Thumbnail Image
Name:
license.txt
Size:
19.04 KB
Format:
Item-specific license agreed to upon submission
Description:
Faculties & Collections