Das Nordfriesische, eine bedrohte Minderheitensprache in zehn Dialekten: eine Bestandsaufnahme

dc.contributor.authorArhammar, Nils
dc.contributor.editorMunske, Horst Haider
dc.date.accessioned2008-07-15
dc.date.available2023-10-18T11:08:26Z
dc.date.created2008
dc.date.issued2008-07-15
dc.description.abstractNach einem kurzen Abriss der Geschichte und Typologie des Friesischen wird die Situation des vollständig ausgebauten Westfriesischen, das trotz seiner 400.000 Sprecher als Umgangssprache auf längere Sicht als bedroht zu gelten hat, etwas ausführlicher behandelt und der bereits am Ende des Mittelalters einsetzende Niedergang des Ostfriesischen mit einem letzten kleinen Sprachrest im Oldenburger Saterland skizziert. – Das eigentliche Thema des Vortrags, der siedlungsgeschichtlich bedingte Dialektkomplex des Insel- und Festlandsnordfriesischen, wird zunächst in seiner historisch-sprachsoziologischen Entwicklung behandelt. Der Sprachwechsel Friesisch → Niederdeutsch nimmt seinen Anfang im 17. Jh. im Süden und breitet sich (bei zunächst noch stabiler Diglossie mit hochdeutscher Amts- und Schriftsprache) seit dem 19. Jh. auf dem Festland, den Halligen und Föhr-Ost unaufhaltsam nach dem Norden aus. Im Laufe des 20. Jh.s verdrängt dann, zuerst auf den Badeinseln, das Hochdeutsche zunehmend sowohl das Friesische als auch das Niederdeutsche. Außer im Westteil der Insel Föhr kann der intergenerationelle friesisch-deutsche Sprachwechsel als im Großen und Ganzen abgeschlossen gelten. Daran können weder die seit den 70er Jahren intensivierte schulische und institutionelle Förderung des Friesischen, noch die von den sprachaktivistischen Initiativen und Aktivitäten einer kleinen quasisektiererischen Gruppierung um die ‚Friisk Foriining‘ (früher ‚Foriining for nationale Frashe‘) etwas sprachsoziologisch Relevantes ändern, am allerwenigsten mit dem i. J. 2004 im Kieler Landtag durchgebrachten ‚Gesetz zur Förderung des Friesischen im öffentlichen Raum‘. Das Nordfriesische hat wie alle Dialekte in unserer heutigen Gesellschaft seine (große) Zeit gehabt. Damit sollte man sich allmählich besser abfinden und sich auf die Zeit post quem einstellen. Denn an Aufgaben für die nordfriesische Sprach- und Kulturarbeit wird es auch künftig nicht mangeln, am wenigsten für die Sprachwissenschaft, die jedoch bei der gegenwärtigen, vom Friesenrat gesteuerten Konzentration der von Bund und Land bereitgestellten Mittel auf den (aussichtslosen) Spracherhalt zu kurz zu kommen droht.de
dc.identifier.citationMunske, Horst Haider (Hrsg.): Sterben die Dialekte aus? Vorträge am Interdisziplinären Zentrum für Dialektforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 22.10.-10.12.2007. <http://www.dialektforschung.phil.uni-erlangen.de/sterbendialekte>.
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dc.identifier.urihttps://open.fau.de/handle/openfau/664
dc.identifier.urnurn:nbn:de:bvb:29-opus-9529
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dc.subject.ddcDDC Classification::4 Sprache :: 40 Sprache :: 400 Sprache
dc.titleDas Nordfriesische, eine bedrohte Minderheitensprache in zehn Dialekten: eine Bestandsaufnahmede
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dcterms.contributorInterdisziplinäres Zentrum für Dialektforschung (IZD) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
dcterms.publisherFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
local.journal.titleMunske, Horst Haider (Hrsg.): Sterben die Dialekte aus? Vorträge am Interdisziplinären Zentrum für Dialektforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 22.10.-10.12.2007. <http://www.dialektforschung.phil.uni-erlangen.de/sterbendialekte>.
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local.subject.fakultaetFakultätsübergreifend / Sonstige Einrichtung / Fakultätsübergreifend / Sonstige Einrichtung -ohne weitere Spezifikation-
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local.subject.sammlungUniversität Erlangen-Nürnberg / Vortragsreihen / Sterben die Dialekte aus?
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