Zusammenarbeit von Intensivmedizin und Palliativmedizin

Language
de
Document Type
Article
Issue Date
2023-03-29
First published
2021-10-01
Issue Year
2021
Authors
Berendt, J.
Ostgathe, C.
Simon, S. T.
Tewes, M.
Schlieper, D.
Schallenburger, M.
Meier, S.
Gahr, S.
Schwartz, J.
Neukirchen, M.
Editor
Publisher
Springer Medizin
Subtitle
The status quo in German Comprehensive Cancer Centers
Subtitle
Eine Bestandsaufnahme an den deutschen onkologischen Spitzenzentren
Abstract

Hintergrund Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Intensivmedizin und Palliativmedizin kann die Versorgungsqualität verbessern. Das Ausmaß dieser Zusammenarbeit ist aber bisher kaum untersucht.

      Ziel der Arbeit
      Es sollten die angebotenen und in Anspruch genommenen palliativmedizinischen Unterstützungsangebote auf den Intensivstationen deutscher onkologischer Spitzenzentren erfasst werden.
    
    
      Material und Methoden
      Durchgeführt wurde eine quantitativ-qualitative, deskriptive Umfrage an den 16 von der Stiftung Deutsche Krebshilfe geförderten Zentren. Die im quantitativen Teil erfragten Häufigkeiten werden als Mittelwert und Median mit den jeweiligen Streumaßen dargestellt, während die im qualitativen Teil erhobenen Triggerfaktoren mit einer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
    
    
      Ergebnisse
      Von Juli bis August 2017 konnten Angaben aus 15 von 16 onkologischen Spitzenzentren (94 %) erfasst werden. Im Jahr 2016 wurden im Median 33 Intensivpatienten (Min. 0, Max. 100) palliativmedizinisch vorgestellt und 9 Patienten (Min. 1, Max. 30) auf eine Palliativstation verlegt. Regelmäßige intensivmedizinisch-palliativmedizinische Visiten sowie ein Screening-Tool zur Einbindung der spezialisierten Palliativmedizin sind an zwei onkologischen Spitzenzentren implementiert. Anhand von 23 genannten Triggern, die auf der Intensivstation eine palliativmedizinische Mitbehandlung ausgelöst haben, lassen sich nach qualitativer Analyse die drei Kategorien „Entscheidung und Einstellung des Teams“, „Zustand des Patienten“ und „Wunsch von Patienten und Angehörigen“ ableiten.
    
    
      Diskussion
      Trotz eines verfügbaren Angebots werden palliativmedizinische Ressourcen in den intensivmedizinischen Abteilungen der onkologischen Spitzenzentren immer noch selten genutzt. In die tägliche Routine integrierte Angebote wie Screening-Tools oder gemeinsame Visiten könnten die Ausnutzung der angebotenen palliativmedizinischen Ressourcen erhöhen und die Versorgungsqualität verbessern.
Journal Title
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin
Volume
116
Issue
7
Citation
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 116.7 (2021): 586-594. <https://link.springer.com/article/10.1007/s00063-020-00712-0>
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