„A sense of humour is a serious business“: Studien zur Paradoxie bei Martin Amis

Language
de
Document Type
Doctoral Thesis
Issue Date
2015-04-24
Issue Year
2014
Authors
Kiesel, Nina
Editor
Abstract

The paradox in the works of Martin Amis is used as a tool of provocation in order to overcome general standards and traditional categories of the normative. Furthermore, it serves as an antirational tool that attacks orthodox thinking, logic and reason and ranges from a playful display of taboos to the disclosure of degenerated structures of human nature.

Abstract

Im Werk von Martin Amis wirkt das Paradoxe als Mittel der Provokation, das den Leser zur Stornierung allgemeiner Standards und traditioneller Kategorien des Normativen zwingt und als Folge eines implizierten Moments der Überraschung oder des Schocks Grenzen auslotet und überschreitet. Paradoxien spielen mit dem Tabu, Amis dienen sie als Waffe und antirationales Instrument im Dienste eines vehementen Angriffs auf Bereiche der Orthodoxie und der Vernunft. Elemente des Komischen in Amis‘ absurd-grotesken Erzählwelten verweisen auf eine Literatur des Paradoxen, deren Effekt sich jenseits einer bloßen Heiterkeit in düsteren, bitterernsten Arealen paradoxer Angriffe auf das Sichere und Selbstverständliche ansiedelt und zum schmerzvollen Moment der Offenbarung bezüglich entarteter Strukturen der Natur des Menschen avanciert. Diese Studie setzt sich zum Ziel, die Differenzierung des Paradoxen im Werk von Amis als epigrammatische Form der Kurzprosa sowie als Katalysator eines komplexen Denksystems durch die Analyse jenseits rhetorisch-stilistischer Kategorien in Form der Paradoxie als Geisteshaltung und Lebensmetapher zu untersuchen.

DOI
Zugehörige ORCIDs