Modelltheoretische Untersuchungen zur ökonomischen und ökologischen Analyse von Verkehrs- und Siedlungsstrukturen in Ballungsräumen

Language
de
Document Type
Doctoral Thesis
Issue Date
2017-08-21
Issue Year
2017
Authors
Schwenteck, Patrick
Editor
Abstract

In light of increasing environmental problems, the interdependence of transportation services and settlement structure in urban areas is an emerging field of research in transport and urban planning. Up to now, there are no holistic generalizable results based on both empiricism and theory. Aiming for generalization, a model city with average properties was created based on selected German cities using raster and sectoral analysis. Using collected data, an average transport usage pattern was implemented in the model city as well as typical transportation services and, using classic demand modelling, a way-based traffic model was created. Cal-ibration and validation was achieved by matching statistical travel behaviour characteristics. Consequently, based on this model city different scenarios regarding modal share and settlement structure were developed and analysed with regard to their consequences. The results were evaluated and compared according to economic and ecological aspects. Economically, the model showed that, under current circumstances, increasing the mode share of public transportation increases total travel time. In this context, building on the model results, motorised transport restrictions and their effects on total travel time and thus on traffic distribution were analysed. Using the highest motorised transport travel time as result of the restrictions included, it could be shown how total travel time is affected and how important this factor is to the success of increasing the mode share of public transpor-tation in cities. From an ecological point of view, the model results allowed to deduct that emission values could be reduced not linearly, but disproportionate by increasing the share of public transportation

Abstract

Das Zusammenwirken von Verkehrsangebots- und Siedlungsstruktur in urbanen Räumen wird vor dem Hintergrund zunehmender Umweltprobleme zu einem neuen Forschungsfeld der Verkehrs- und Stadtplanung. Bislang liegen hierzu noch keine holistischen verallgemeinerbaren Erkenntnisse auf Basis empirischer und theoretischer Kenntnisse vor. Mit dem Ziel dieser Verallgemeinerung wurde mit Hilfe einer Raster- und Sektoranalyse auf Basis ausgewählter deutscher Großstädte eine Modellstadt mit den gemittelten Eigenschaften generiert. Basierend auf statistischen Erhebungen wurde ein durchschnittliches Verkehrsverhalten in die Modellstadt eingepflegt, ein typisches Verkehrsangebot geschaffen und über die klassische Nachfragemodellierung ein wegebasiertes Verkehrsmodell erstellt. Die Kalibrierung und Validierung erfolgte über den Abgleich statistischer Verkehrsverhaltensmerkmale. Anschließend wurden aufbauend auf dieser Modellstadt als Nullfall verschiedene Szenarien bezüglich der Verkehrsmittelaufteilung und der Siedlungsstruktur entwickelt und auf ihre Auswirkungen analysiert. Die Ergebnisse wurden auf ihre ökonomischen und ökologischen Auswirkungen untersucht und gegenübergestellt. Ökonomisch betrachtet lieferte das Modell das Ergebnis, dass die Erhöhung des ÖV Anteils in Städten unter den aktuellen Rahmenbedingungen insgesamt zu einer Erhöhung der Gesamtreisezeit führt. In diesem Zusammenhang wurden aufbauend auf den Modellergebnissen zeitliche mIV Restriktionen und deren Folgen auf die Gesamtreisezeit und somit auf die Verkehrsmittelaufteilung untersucht. Unter dem Ansatz der höchsten mIV Reisezeit als Folge der inkludierten Restriktionen konnte aufgezeigt werden wie die Gesamtreisezeit beeinflusst wird und wie wichtig diese Restriktionen für den Erfolg von Erhöhungen des ÖV Anteils in den Städten sind. Ökologisch betrachtet ließen die Modellergebnisse schlussfolgern, dass die Emissionswerte nicht linear sondern überproportional durch eine ÖV Förderung reduziert werden könnten.

DOI
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