Vergleich verschiedener Techniken zur Anreicherung hämatopoetischer Stammzellen aus Plazentarestblut

Language
de
Document Type
Doctoral Thesis
Issue Date
2010-02-25
Issue Year
2010
Authors
Krätzer, Moritz
Editor
Abstract

Background: Peripheral blood stem cells are increasingly used and transplanted to reconstitute haematopoiesis after high-dose chemoradio therapy. That means that transplants have to be better during time. Therefore we compared three different preparation techniques, using the same volume, to compare the quality of the transplant after concentration of haematopoietic stem cells. Study design and Methods: Twenty whole blood units from donors were respectively split into 60 ml and 95 ml unit which was processed either using a two-cycle Sepax procedure with HES as a sedimentation agent, or without HES. The third unit of the same size was processed with a manual separation procedure of Rubinstein. The collection efficiency of WBCs, ERYs, THRs, MNCs, CFUs, CD34 Procount, vital CD34, vital Leukocytes and CD34 from 45/34 were analysed. Results: The two-cycle Sepax procedure without HES obtained the highest WBCs with 96,10 ± 24,55 % (two-cycle Sepax procedure with HES 84,96 ± 9,78 %, procedure of Rubinsteinverfahren 77,91 ± 12,75 %), MNCs, CD34+ cells, vital CD34+ cells, vital Leukocyte and CD34+ cells from 45/34. Both Sepax procedures reached greater amount of nucleated cells. The procedure of Rubinstein otherwise showed lower admixtures of undesired blood components (ERY, THR). Conclusion: Performing both two-cycle Sepax procedure the collection efficiencies for WBCs, MNCs and CD34+ cells are superior to those of the Rubinstein procedure. The ERY reduction is more effective when HES is added. Moreover the advantage of the Sepax procedure is a less risk of contamination, a standardized processing procedure and a significantly shorter processing time.

Abstract

Hintergrund und Ziele: Die Gewinnung und Transplantation von Stamm- und Vorläuferzellen aus peripherem Blut zur Rekonstitution der Hämatopoese bei Patienten, die mittels einer Hochdosis-Chemo-/Radiotherapie behandelt wurden, wird seit vielen Jahren durchgeführt. Dies erfordert eine stetige Verbesserung der Transplantate. In der vorliegenden Arbeit wird ein Vergleich von 3 verschiedenen Präparationsverfahren zur Anreicherung hämatopoetischer Stammzellen bei gleichem Ausgangsvolumen im Hinblick auf die Transplantatqualität dargestellt. Methoden: Aus 20 Vollblutspenden wurden jeweils drei 60 ml und drei 95 ml Einheiten entnommen. Je eine 60 ml und eine 95 ml Einheit wurden in einem Zweizyklus-Sepaxverfahren zum Einen mit HES, zum Anderen ohne HES aufbereitet. Die dritte 60 ml und 95 ml Einheit wurde nach dem bekannten Rubinsteinverfahren aufbereitet und im Vergleich zu den o.g. Verfahren auf WBCs, ERYs, THRs, MNCs, CFUs, CD34 positive Zellen, vitale CD34 positive Zellen und vitale Leukozyten untersucht. Ergebnisse und Beobachtungen: Das Zweizyklus-Sepaxverfahren ohne HES zeigte in beiden Ausgangsvolumina die größten Ausbeuten im Hinblick auf WBCs mit 96,10 ± 24,55 % (Zweizyklus-Sepaxverfahren mit HES 84,96 ± 9,78 %, Rubinsteinverfahren 77,91 ± 12,75 %), MNCs, CD34+ Zellen, vitale CD34+ Zellen, vitalen Leukozyten und den CD34+ Zellen aus 45/34. Beide Sepax-Verfahren erzielten höhere Ausbeuten an kernhaltigen Zellen. Das Rubinsteinverfahren wiederum wies die geringste Beimengung von unerwünschten Blutbestandteilen (ERY, THR) auf. Praktische Schlussfolgerungen: Beide Zweizyklus-Sepaxverfahren erzielten deutlich bessere Ausbeuten an WBCs, MNCs und CD34+ Zellen als das Rubinsteinverfahren. Die Reduktion der ERYs ist effektiver, wenn HES hinzugefügt wurde. Es besteht zudem beim Sepaxverfahren eine geringere Kontaminationsgefahr und die Möglichkeit eines standardisierten Ablaufes mit z.T. erheblich kürzerer Präparationszeit.

DOI
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