Volumen, Vaskularisation und Perfusion der Plazenta im frühen zweiten Trimenon und Outcome der Schwangerschaft

Language
de
Document Type
Doctoral Thesis
Issue Date
2010-07-08
Issue Year
2010
Authors
Festl, Cornelia
Editor
Abstract
  1. Objective Ultrasonic testings are very important for prenatal diagnostics in order to observe the growth and general development of the fetus. Thereby, the detection of diseases as well as their prevention and therapy can become possible at an early stage. By using Power Doppler Sonography the placental blood flow is observable. The aim of these measurements is to draw conclusions from the fetal nutrition and its growth. Another indication on the outcome of the pregnancy is expected by analyzing the placental volume and the fetal measurements. 2) Methods For this study 112 pregnant women were examined at the beginning of the second trimester by Power Doppler Sonography. Using the computer software 4D View® the ultrasonic scans were measured and the placental volume as well as vascularization indices were determined. In addition to the complete placenta the outer surface was also evaluated in so called shell volumes. An analysis of the influence of specific volume measurements on birth weight and weight percentile followed. Moreover, potential differences between male and female gender were searched. 3) Results By using different statistical methods it could be asserted that the blood flow within the placenta at that time of the pregnancy has a little influence on the infant´s weight. By analyzing the placental outer surfaces a stronger relation to the outcome of the respective pregnancy could be realized. The other fetal measurements showed a correlation to weight and percentile, too. Better results were received from the shell measurements as well. Differences between the genders existed at which male infants reached a higher data. 4) Conclusions All in all, the results suggest that the blood flow as well as the volumetric measurements give evidence of fetal growth and infantile weight. However the indications are low at the beginning of the second trimester. Therefore more research is necessary to confirm these tendencies. Progress in prenatal diagnosis could be estimated in the case of other successful studies. Thus, an early diagnosis and timely therapy of growth retardation might become possible.
Abstract
  1. Hintergrund und Ziele In der Pränataldiagnostik stellen Ultraschalluntersuchungen einen wichtigen Pfeiler zur Beobachtung des Wachstums und der Entwicklung des Fetus dar. Eine frühzeitige Erkennung von Erkrankungen sowie deren Vorbeugung und Behandlung wird dadurch möglich. Mit Hilfe der Power Doppler Sonografie lässt sich der Blutfluss innerhalb der Plazenta feststellen. Man erhofft sich, durch diese Messungen Rückschlüsse auf die Versorgungslage des Fetus und damit dessen Wachstum ziehen zu können. Einen weiteren Hinweis auf den Schwangerschaftsausgang erwartet man sich durch Vermessung von Plazentavolumen und der fetalen Maße. 2) Methoden In dieser Studie wurden Power Doppler Untersuchungen an 112 Schwangeren zu Beginn des zweiten Trimesters durchgeführt und hinsichtlich dieser Fragestellung analysiert. Dazu wurden mittels des Computerprogramms 4D View® Ultraschallbilder vermessen und Plazentavolumen sowie Durchblutungsindizes ermittelt. Neben der gesamten Plazenta wurden auch deren Randbereiche in so genannten Shell-Messungen beurteilt. Der Einfluss bestimmter Volumenmerkmale auf Geburtsgewicht und Gewichtsperzentile wurde analysiert. Außerdem wurde nach möglichen Unterschieden der Messwerte zwischen dem männlichen und weiblichen Geschlecht gesucht. 3) Ergebnisse und Beobachtungen Mit verschiedenen statistischen Methoden konnte ermittelt werden, dass der Blutfluss innerhalb der Plazenta zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft einen geringen Einfluss auf das spätere Kindsgewicht hat. Bei Betrachtung der äußeren Plazentazonen konnte eine etwas stärkere Beziehung zum Outcome der Schwangerschaft festgestellt werden. Die weiteren Volumenmaße zeigten ebenfalls einen leichten Zusammenhang zu Gewicht und Perzentile. Auch hier konnten verbesserte Ergebnisse bei den Shell-Messungen erzielt werden. Geschlechtsspezifische Unterschiede waren vorhanden, wobei männliche Kinder höhere Werte erreichten. 4) Praktische Schlussfolgerungen Insgesamt zeigte sich die Tendenz, dass sowohl der Blutfluss wie auch die weiteren volumetrischen Maße Hinweise auf das Wachstum und Gewicht des Fetus geben können. Allerdings sind diese zu Beginn des zweiten Trimesters nur schwach. Zusätzliche Untersuchungen sind daher notwendig, um diese Tendenzen zu bestätigen. Im Falle weiterer erfolgreicher Studien ließen sich mit diesen Erkenntnissen weitere Fortschritte in der Pränataldiagnostik erzielen. So könnten beispielsweise frühzeitig Wachstumsretardierungen erkannt und behandelt werden.
DOI
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