Kryokonservierung von Plazentarestblut: Eine vergleichende Studie zwischen unmanipuliertem Vollblut und volumenreduziertem Leukozytenkonzentrat

Language
de
Document Type
Doctoral Thesis
Issue Date
2011-09-07
Issue Year
2011
Authors
Hollein, Lucie
Editor
Abstract

Background: The storage of umbilical cord blood (UCB) as not manipulated whole blood (UCB-W) requires vast amounts of expensive storage place, but volume reduction of UCB prior to storage results in a loss of nucleated cells (NC), mononuclear cells (MNC) and CD34+ cells. It is controversial whether these losses are counterbalanced by higher cell losses during cryopreservation and thawing of UCB-W compared to UCB stored after volume reduction (UCB-R). Aims: To compare the recovery of NC, MNC, CD34+ cells and CFU after storage and thawing of UCB-R and UCB-W. Methods: Twelve cord blood units were split into one proportion of 18 mL to be stored as UCB-W and one fraction containing a minimum of 45 mL to be volume reduced and stored as UCB-R. UCB-R were prepared using the Rubinstein-method. The recovery after thawing of NC, MNC, CD34+ cells and CFU were analyzed. These analyses were performed in native and in washed aliquots of the thawed units. Washing was performed using a 9:1 dextran 40%/5% albumin solution. Avital CD34+ cells were excluded from the analysis by means of 7-AAD staining. Conclusion: UCB-W units showed slightly higher recoveries of NC, MNC and CD34+ cells after cryoconservation and thawing compared to UCB-R. However, the slightly higher recovery of CFU in UCB-R indicates that cell function might be preserved better in UCB-R. This issue has to be further investigated using a broaderarray of assays evaluating cell function. Washing of thawed UCB units using a 9:1 dextran 40%/5% albumin solution resulted in considerable cell losses in UCB-W and in UCB-R.

Abstract

Der Einsatz von Stammzellen aus Plazentarestblut (PRB) hat einen hohen Stellenwert in der modernen Medizin. Die Schaffung eines breiten Angebots an HLA typisierten Transplantaten in speziellen Blutbanken ist äußerst kostenintensiv. Eine Volumenreduktion könnte nicht nur die Kosten senken, sondern auch zu klinisch besseren Ergebnissen führen. 10000 Vollbluttransplantate werden in 50 bis 70 mittelgroßen Stickstofftanks gelagert, wohingegen 10000 Konzentrate in fünf bis sieben Tanks Platz fänden. Trotz Volumenreduktion muss die Qualität der Präparate gewährleistet werden. Im Rahmen dieser Studie wurden 14 PRB Proben bezüglich der Ausbeute, der Vitalität, der Wachstums- und Differenzierungsfähigkeit der Stammzellen untersucht. Diese Parameter wurden durchflusszytometrisch mittels der ProCount- und der Ishage-Methode bestimmt. Zusätzlich wurde eine MNC-Analyse durchgeführt und Zellkulturen zur CFU Bestimmung angelegt. Von jedem Präparat wurde eine Teilprobe als Vollblut und eine als Leukozytenkonzentrat eingefroren. Nach Auftauen wurden von jeder Teilprobe ein gewaschener und ein nicht gewaschener Ansatz erstellt. Zwar konnte bezüglich der Anzahl an vitalen CD34+ Zellen kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Vollblut (VB) und Leukozytenkonzentrat (LK) festgestellt werden, aber die Mittelwerte ließen vermuten, dass zwischen den Gruppen ein Unterschied bestand. Bei den WBC und speziell bei den MNC, kam es sogar zu einem statistisch signifikanten Verlust durch Volumenreduktion. Demgegenüber stand das Ergebnis der CFUs, die das Wachstumspotential der entscheidenden Zellreihe, der Stammzellen, widerspiegelten. Hier zeigten die Kulturen aus LK nach Auftauen signifikant bessere Ergebnisse als die aus VB. Durch den Waschvorgang kam es in allen Zellreihen zu erheblichen quantitativen und qualitativen Verlusten. Unsere Untersuchung kann das Ergebnis anderer Studien bestätigen, dass für den Patienten der beste Therapieerfolg mit ungewaschenen LK Transplantaten erreicht werden kann. Zudem wäre es möglich, durch die Einlagerung von LKs, den Patienten eine größere Auswahl an potentiell passenden Transplantaten zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die Kosten niedrig zu halten.

DOI
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